Ludwig F. A. Wieland – des Dichters dichtender Sohn

Es ist wenig bekannt, dass ein Sohn von Christoph Martin Wieland sich ebenfalls an der Schriftstellerei versuchte. Ludwig Friedrich August (1777-1819) hat auch nie die Bekanntheit seines Vaters erreicht. Nach seinem Studium in Kiel und Jena und einem Aufenthalt in der Schweiz, wo er mit Heinrich von Kleist verkehrte, war Ludwig von 1806 bis 1809 Bibliothekar in der Bibliothek des Fürsten Esterhazy in Wien. Danach kehrte er nach Weimar und Jena zurück. Vater Wieland ermahnte seinen Sohn früh, sich vor der Schriftstellerei als feste Einnahmequelle zu hüten, denn sie sei das »elendeste, ungewisseste und verächtlichste Handwerk«. Trotz dem gutgemeinten Rat verfasste Ludwig zwischen 1802-1805 einige Werke, vornehmlich Erzählungen und Dialoge sowie Lustspiele. Christoph Martin Wieland empfahl sie seinem Verleger Göschen in Leipzig, der eine kleine Werkausgabe veröffentlichte. Die Erzählungen kreisen um die Liebe – die heimliche, verbotene, verschmähte Liebe – und könnten möglicherweise als Empfindungen und Träumereien des ledig gebliebenen Dichtersohns angesehen werden.

Freitag, 20. April 2018, 18 Uhr, Haus der Archive
Eintritt: ein Euro
Eine Veranstaltung der Wieland-Gesellschaft in Kooperation mit der Wieland-Stiftung

 

Ort: Haus der Archive

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